Von Siedlern & Sims: Computerspiele

Computerspiele standen eine Zeit lang an der Spitze der Gaming-Pyramide. Allerdings wurden diese irgendwann doch von den technischen Möglichkeiten der Konsolen von ihrem Thron geworfen.

Das heißt nicht, dass PC-Games keinen Spaß mehr machen oder total überholt sind, doch für ausgefeilte und anspruchsvolle Spiele ist eine Konsole heute eben einfach die bessere Wahl. Standest du nicht früher auch vor dem Regal und musstest nochmal überlegen, ob die Systemanforderungen auch wirklich übereinstimmen? Ob der Speicherplatz ausreicht oder die Grafikkarte es mitmacht? Vor diesen Problemen steht man mit der PS4 oder der Xbox nicht mehr.

Trotzdem gibt es sie noch, die klassischen Computerspiele, die sich interessanterweise eigentlich auf ein paar wenige Genres reduzieren lassen. Die bekanntesten wären: Point & Click Adventures, Simulationen bzw. Aufbauspiele, Strategie- und Rollenspiele. Actionkracher und Adventures überlassen wir heute lieber anderen Geräten.

Manche PC-Spiele verlieren aber nie an Beliebtheit. Rollenspiele wie „World of Warcraft“ können nicht nur als Vorreiter bezeichnet werden, sondern sind immer noch extrem populär. Auch „Minecraft“ ist ein super Game für den Computer. Ich liebe besonders die Funktion, mich mit anderen Spielern zu verbinden und gemeinsam zum Bauen zu verabreden. Das Spiel ist das perfekte Beispiel dafür, dass auch PC-Games Kreativität fördern können.

bernd-spielberger-computergames02Klassiker der PC-Spiele

Ein großer Fan bin ich außerdem von der Anno-Reihe. Schon früher wartete ich gespannt darauf, wenn ein neuer Teil herausgegeben wurde – und auch heute lege ich gerne mal die CD ein, wenn mir der Sinn nach einer entspannten Runde Simulation steht. Die vielen Versionen und Erweiterungen haben immer wieder interessante Neuerungen mit sich gebracht. Wer auf Klassiker steht und gerne Metropolen zum Aufblühen verhilft, sollte Anno definitiv ausprobieren – vor allem, wenn er es noch nie gespielt hat.

Ein anderes Spiel, das ich rauf und runter gespielt habe, ist „Die Siedler“. Vor allem der beliebte Teil III mit Römern, Asiaten und Ägyptern hat mich stundenlang vor dem Bildschirm gefesselt. Die wuseligen Figuren und wie sie Bäume fällen, in Minen graben oder Waffen zur Kaserne bringen, fand ich einfach klasse. Auch die grafisch veränderte Version mit den Amazonen empfand ich noch als coole Erweiterung. Mit jedem neuen Teil jedoch erschien mir das typische Siedler-Gefühl etwas zu entweichen, weshalb ich noch heute beim dritten Teil geblieben bin – auch wenn damit irgendwann Schluss sein wird, wenn das Spiel und mein Betriebssystem bald nicht mehr miteinander auskommen werden.

Ähnlich ergeht es mir mit den „Sims“. Zwar kommen immer neue Teile auf den Markt, aber ich bin müde geworden, diesen hinterherzujagen. Irgendwann hatten meine Bewohner ausreichend verschiedene Jobs, Accessoires und Beziehungen, so dass jede Erweiterung nur neue Installationen, Speicherplatz und Ladezeiten bedeutete. Der Klassiker ist allerdings immer noch eine tolle Simulation, keine Frage.

Computerspiel-Tipp für diesen Herbst

Auf welche Neuheit ich dieses Jahr in puncto PC-Spielen noch warte? Ganz klar „Civilization IV“, das Ende Oktober 2016 erhältlich ist. Von dieser Reihe bin ich noch nie wirklich enttäuscht worden. Ähnlich wie bei Anno geht es auch hier um den Aufbau eines Reiches – aber in etwas anderem Ausmaß. Es geht schließlich um das Erschaffen einer ganzen Zivilisation, die am besten gleich mehrere Zeitalter überdauert.

Für mich ist „Civilization“ eines der typischen Computergames schlechthin. Es besticht durch moderne, aber klassische Grafik und eine ruhige und strategische, aber abwechslungsreiche Spielweise. Von dieser Art von Spielen kann ich gar nicht genug bekommen.

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